# Liquiditätsplanung mit Excel: eine Vorlage, die Sie selbst aufbauen können

Quelle: https://liquiditaetsplanung.io/ratgeber/liquiditaetsplanung-excel-vorlage

Stand: 2026-10-15

Viele Unternehmen beginnen ihre Liquiditätsplanung in Excel — und das ist für den Anfang eine vernünftige Entscheidung. Diese Seite zeigt, wie eine belastbare Excel-Vorlage aufgebaut ist: welche Blätter sie braucht, welche Spalten, welche Formeln. Und sie sagt offen, ab welchem Punkt die Pflege mehr Zeit kostet, als die Tabelle an Sicherheit bringt.

## Kurzantwort

Eine Liquiditätsplanung in Excel besteht aus einem Wochenblatt mit je einer Spalte pro Kalenderwoche und je einer Zeile pro Zahlungsart, gespeist aus getrennten Blättern für offene Posten und wiederkehrende Zahlungen. Der Endbestand jeder Woche ergibt sich aus Anfangsbestand plus Einzahlungen minus Auszahlungen; der Anfangsbestand der Folgewoche verweist auf diesen Endbestand. Mit MIN und VERGLEICH finden Sie Tiefpunkt und Woche automatisch. Excel trägt gut bei wenigen Konten und überschaubaren offenen Posten; bei mehreren Konten, häufigen Änderungen oder mehreren Bearbeitern wird die manuelle Pflege zur Fehlerquelle.

## Was eine Excel-Vorlage leisten muss

Eine Liquiditätsplanung in Excel ist nur so gut wie ihre Trennung von Daten und Rechnung. Der häufigste Konstruktionsfehler ist ein einziges Blatt, in dem Beträge direkt in Wochenzellen getippt werden. Nach wenigen Wochen weiß niemand mehr, welche Zahl aus einer Rechnung stammt, welche geschätzt ist und welche schon bezahlt wurde.

Eine tragfähige Vorlage folgt deshalb drei Regeln. Erstens stehen Rohdaten — offene Posten, wiederkehrende Zahlungen, Kontostände — in eigenen Blättern, je Zeile ein Posten mit Betrag und Datum. Zweitens holt sich das Wochenblatt diese Daten ausschließlich über Formeln; getippt wird dort nichts außer Kommentaren. Drittens hat jede Zeile eine sichtbare Quelle, sodass jeder Wochenwert bis zum einzelnen Posten zurückverfolgt werden kann.

## Blattstruktur der Vorlage

Empfohlene Blätter einer Excel-Liquiditätsplanung

| Blatt | Zweck | Inhalt je Zeile |
| --- | --- | --- |
| Parameter | Feste Eingaben an einer Stelle | Planungsbeginn als Montag, Mindestliquidität, Kreditlinie, Abschlag für unsichere Forderungen |
| Konten | Anfangsbestand | Bank, Kontonummer-Endung, Saldo, Stand-Datum |
| OP\_Debitoren | Offene Kundenrechnungen | Kunde, Rechnungsnummer, Bruttobetrag, Fälligkeit, erwarteter Zahlungstag, Wochenbeginn |
| OP\_Kreditoren | Offene Lieferantenrechnungen | Lieferant, Rechnungsnummer, Bruttobetrag, Fälligkeit, geplanter Zahlungstag, Wochenbeginn |
| Planposten | Wiederkehrende und einmalige Zahlungen | Bezeichnung, Kategorie, Richtung, Betrag, Rhythmus, erster und letzter Termin |
| Kapitaldienst | Darlehensraten | Darlehen, Termin, Zinsanteil, Tilgungsanteil, Rate |
| Wochenplan | Rechnung und Ergebnis | Zahlungsarten in Zeilen, 13 Wochen in Spalten |
| Liquiditätsstatus | Stichtagsprüfung | Verfügbare Mittel gegen fällige Verbindlichkeiten |
| Ist-Abgleich | Planqualität | Woche, Plan, Ist, Abweichung, Ursache |

## Spaltenaufbau des Wochenblatts

So sieht das Herzstück aus; die Zeilen folgen dem Schema Anfangsbestand, Einzahlungen, Auszahlungen, Endbestand.

Spalten des Blatts Wochenplan

| Spalte | Inhalt | Hinweis |
| --- | --- | --- |
| A | Position, etwa Kundenzahlungen, Personal, Steuern | Eine Zeile je Zahlungsart, Summenzeilen fett |
| B | Kategorie: Einzahlung, Auszahlung, Bestand | Hilft beim Filtern und für Summen je Block |
| C | Quelle, etwa OP\_Debitoren oder Planposten | Macht jede Zeile nachprüfbar |
| D bis P | Woche 1 bis Woche 13 | Kopfzeile mit dem Montag der Woche als Datum, darunter die Kalenderwoche |
| Q | Summe über 13 Wochen | Zeigt den Gesamtsaldo des Quartals |
| R | Anteil belegt | Wie viel der Summe auf Rechnungen und Verträgen beruht statt auf Schätzung |

## Die wichtigsten Formeln

Formeln in deutscher Excel-Schreibweise mit benannten Bereichen; Namen und Zellbezüge sind Beispiele und an Ihre Vorlage anzupassen.

- Benannte Bereiche statt Blattbezüge: Vergeben Sie über den Namens-Manager Namen wie Deb\_Betrag, Deb\_Woche, Kred\_Betrag, Kred\_Woche, Planungsbeginn und Mindestliquiditaet. Formeln bleiben dadurch lesbar, und eingefügte Zeilen werden automatisch erfasst, wenn die Bereiche als Tabelle formatiert sind.
- Wochenbeginn statt Kalenderwoche als Schlüssel: Berechnen Sie in den OP-Blättern den Montag der Zahlungswoche mit =F2-WOCHENTAG(F2;2)+1, wobei F2 der erwartete Zahlungstag ist. Kalenderwochen-Nummern beginnen zum Jahreswechsel wieder bei 1 und führen dann zu falschen Zuordnungen; ein Datum nicht.
- Offene Posten je Woche: Im Wochenblatt summiert =SUMMEWENNS(Deb\_Betrag;Deb\_Woche;D$2) alle Kundenrechnungen, deren Wochenbeginn dem Datum in der Kopfzeile D2 entspricht. Für Lieferantenrechnungen gilt dieselbe Formel mit Kred\_Betrag und Kred\_Woche.
- Überfällige Posten: Rechnungen, deren erwarteter Zahlungstag vor dem Planungsbeginn liegt, fallen sonst aus jeder Woche heraus. Setzen Sie ihren Wochenbeginn mit =MAX(Planungsbeginn;G2) mindestens auf die erste Planwoche — oder entscheiden Sie bewusst, sie gar nicht einzuplanen.
- Endbestand: Anfangsbestand plus Summe der Einzahlungen minus Summe der Auszahlungen, etwa =D5+D12-D26.
- Anfangsbestand der Folgewoche: verweist immer auf den Endbestand der Vorwoche, etwa =D27 in Zelle E5. Nur Woche 1 holt ihren Wert aus dem Blatt Konten.
- Tiefpunkt und Woche: =MIN(D27:P27) liefert den niedrigsten Endbestand, =INDEX(D2:P2;VERGLEICH(MIN(D27:P27);D27:P27;0)) das Datum der betroffenen Woche.
- Abstand zur Mindestliquidität: =D27-Mindestliquiditaet je Woche; eine bedingte Formatierung färbt negative Werte, damit Unterdeckungen auffallen.

## Ein Blatt für den Liquiditätsstatus

Neben der Vorschau lohnt ein kleines Blatt, das die Lage zum Stichtag zeigt: Was ist heute verfügbar, was ist heute fällig? Dieser Liquiditätsstatus ist die Ausgangsgröße, mit der auch bei der Prüfung der Zahlungsfähigkeit gearbeitet wird. Er beantwortet eine andere Frage als die Vorschau — nicht, wie es in acht Wochen aussieht, sondern ob heute alle fälligen Forderungen gegen das Unternehmen bedient werden könnten.

Aufbau eines Liquiditätsstatus zum Stichtag

| Zeile | Inhalt | Beispielwert |
| --- | --- | --- |
| Bankguthaben und Kasse | Summe aller Konten zum Stichtag | 48.000 € |
| Freie Kreditlinie | Zugesagter, nicht gekündigter und nicht ausgeschöpfter Rahmen | 20.000 € |
| Verfügbare Mittel | Summe der beiden Zeilen | 68.000 € |
| Fällige Verbindlichkeiten | Überfällige und heute fällige Rechnungen, Steuern, Abgaben | 52.000 € |
| Überdeckung oder Lücke | Verfügbare Mittel minus fällige Verbindlichkeiten | 16.000 € |
| Deckungsquote | Verfügbare Mittel geteilt durch fällige Verbindlichkeiten | 130,8 % |

## Wo Excel an Grenzen kommt

### Kontostände von Hand

Jeder Wochenabgleich beginnt mit dem Abtippen oder Kopieren von Salden aus mehreren Online-Banking-Zugängen. Bei drei Konten ist das lästig, bei zehn fehleranfällig.

### Offene Posten als Export

Die OP-Liste muss aus der Buchhaltung exportiert und eingefügt werden. Wird ein Export vergessen, rechnet die Planung mit bezahlten Rechnungen weiter.

### Formeln, die still brechen

Eine eingefügte Zeile außerhalb des Summenbereichs, ein überschriebener Bezug — Excel meldet keinen Fehler, die Summe stimmt nur nicht mehr.

### Versionen und Bearbeiter

Sobald zwei Personen die Datei pflegen, entstehen Kopien mit Datum im Dateinamen. Welche Fassung die Bank bekommen hat, lässt sich später schwer belegen.

### Keine Warnung

Die Tabelle zeigt eine Unterdeckung nur, wenn jemand sie öffnet. Fällt der Wochentermin aus, bleibt ein Engpass unbemerkt.

### Szenarien als Kopien

Eine vorsichtige Variante bedeutet meist ein kopiertes Blatt mit geänderten Werten, das bei der nächsten Aktualisierung nicht mitgezogen wird.

## Wann Excel genügt und wann ein Umstieg lohnt

Excel genügt, wenn ein Unternehmen ein oder zwei Bankkonten hat, die offenen Posten auf einen Bildschirm passen, eine Person die Planung verantwortet und der Abstand zur Mindestliquidität komfortabel ist. Dann ist eine sauber gebaute Vorlage nach dem Muster oben eine gute, kostengünstige Lösung.

Ein Umstieg lohnt sich, sobald eine dieser Bedingungen wegfällt: mehrere Konten bei verschiedenen Banken, eine Buchhaltung mit vielen offenen Posten, mehrere Gesellschaften, eine Bank, die regelmäßig Planungen anfordert, oder eine Lage, in der der Bestand nahe an der Mindestliquidität verläuft. Der Maßstab ist einfach: Wenn die wöchentliche Pflege länger dauert als das Lesen und Entscheiden, arbeitet die Tabelle gegen Sie.

## So geht es mit liquiditaetsplanung.io

- Bankanbindung über finAPI, Ponto oder Qonto oder Kontoauszug als CSV, MT940 oder CAMT
- Offene Posten fließen immer ein, Planposten, Kapitaldienst und Verträge sind zuschaltbar
- Tiefpunkt und Kalenderwoche gegen den Mindestbestand ohne eigene Formel
- CSV-Export der Vorschau mit Semikolon, UTF-8 und deutschem Zahlenformat
- Testzeitraum 7 Tage; im Abo 25 € monatlich für den ganzen Arbeitsbereich, finAPI-Verbindungen je 5 €

liquiditaetsplanung.io übernimmt genau die Teile, die in Excel Handarbeit sind: Kontostände kommen aus der Bankanbindung oder dem Kontoauszug, offene Posten aus der Buchhaltung, Darlehensraten aus dem berechneten Tilgungsplan. Die Wochenstruktur bleibt die gleiche wie in der Vorlage oben — und lässt sich als CSV wieder nach Excel exportieren.

## Häufige Fragen

### Gibt es eine kostenlose Excel-Vorlage für die Liquiditätsplanung?

Viele Banken, Kammern und Verbände bieten Vorlagen an, und mit der Struktur auf dieser Seite können Sie eine eigene aufbauen. Wichtiger als die Herkunft ist die Trennung von Rohdaten und Rechnung. Prüfen Sie jede fremde Vorlage darauf, ob sie in Wochen rechnet und ob Steuertermine einzeln abgebildet werden.

### Sollte ich in Excel nach Wochen oder Monaten planen?

Für die nächsten drei Monate nach Wochen, weil Gehälter, Sozialversicherung und Umsatzsteuer in wenigen Tagen des Monats zusammenfallen und eine Monatssicht diese Spitzen verdeckt. Für den Zeitraum danach reicht häufig eine Monatssicht. Beide Blätter sollten denselben Anfangsbestand verwenden.

### Wie verhindere ich Fehler beim Jahreswechsel?

Verwenden Sie den Montag der Woche als Datum statt der Kalenderwochen-Nummer als Schlüssel. Die Formel =A2-WOCHENTAG(A2;2)+1 liefert für jedes Datum den Montag seiner Woche. Damit funktionieren Summen auch über den Jahreswechsel und bei Jahren mit 53 Kalenderwochen.

### Wie bilde ich einen Liquiditätsstatus in Excel ab?

In einem eigenen Blatt stellen Sie die verfügbaren Mittel zum Stichtag — Bankguthaben, Kasse und freie, ungekündigte Kreditlinie — den fälligen Verbindlichkeiten gegenüber. Die Differenz zeigt Überdeckung oder Lücke, die Deckungsquote das Verhältnis. Der Status ergänzt die Vorschau, ersetzt sie aber nicht.

### Wann ist Excel für die Liquiditätsplanung nicht mehr geeignet?

Wenn mehrere Konten und viele offene Posten regelmäßig von Hand übertragen werden müssen, mehrere Personen an der Datei arbeiten oder der Bestand nahe an der Mindestliquidität verläuft. Dann steigt das Risiko, dass ein Engpass wegen eines vergessenen Exports oder einer gebrochenen Formel übersehen wird.

### Kann ich meine Excel-Planung in eine Software übernehmen?

Die Struktur ja: Planposten wie Gehälter, Miete und Versicherungen übertragen Sie einmal als wiederkehrende Zahlungen, Darlehen mit ihren Konditionen. Kontostände und offene Posten müssen in einer Software nicht mehr übertragen werden, wenn Bank und Buchhaltung angebunden sind.

## Quellen und Rechtsstand

- [§ 17 InsO](https://www.gesetze-im-internet.de/inso/__17.html) — Fällige Zahlungspflichten als Maßstab der Zahlungsfähigkeit
- [§ 18 UStG](https://www.gesetze-im-internet.de/ustg_1980/__18.html) — Fälligkeit der Umsatzsteuer-Vorauszahlung
- [§ 41a EStG](https://www.gesetze-im-internet.de/estg/__41a.html) — Fälligkeit der Lohnsteuer
- [§ 1 StaRUG](https://www.gesetze-im-internet.de/starug/__1.html) — Krisenfrüherkennung durch die Geschäftsleitung

## Weiterführende Seiten

- [Liquiditätsplan erstellen](https://liquiditaetsplanung.io/ratgeber/liquiditaetsplan-erstellen)
- [13-Wochen-Liquiditätsplanung](https://liquiditaetsplanung.io/ratgeber/13-wochen-liquiditaetsplanung)
- [Software für die Liquiditätsplanung](https://liquiditaetsplanung.io/ratgeber/software-liquiditaetsplanung)
- [Zahlungsunfähigkeit prüfen](https://liquiditaetsplanung.io/ratgeber/zahlungsunfaehigkeit-pruefen)

## Die Excel-Pflege ablösen, die Struktur behalten

Kontostände und offene Posten automatisch, Wochen-Vorschau mit Tiefpunkt, Export nach Excel jederzeit — 7 Tage kostenlos testen.

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